Was Fahrstühle und Kletterwände mit der Zukunft der akademischen und beruflichen Bildung in Deutschland zu tun haben

Warum die Diskussion um den Akademisierungswahn nicht zielführend ist, wie wir vom „Entweder-Studium-oder-Ausbildung“ zu einem „Sowohl-als-auch“ kommen und warum wir keine Fahrstühle sondern Kletterwände in unserem Bildungssystem brauchen erläutert Herr Dräger, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung, anlässlich der Expertentagung des Deutschen Philologenverbandes:



Kommentare

  1. / von Nordisch

    wieso guckt DE nicht einfach im Ausland nach, wie das anderswo gemacht wird, statt mit I Move seine Rückständigkeit zu importieren…?

    wenn ich nur die Diskussionen betrachte über Bildungsexporte, wo sich Wanka oder wer das war noch fast darüber beschwert, dass das ja nicht 1:1 übernommen wird, weil die ja ein Abitur/weiterführenden Abschluss mitgeben in der Ausbildung Portugal z.B…..

    das liest man so nebenbei im http://www….

    da wagt es jemand in DE sich noch zu beschweren, weil das anderswo flexibler und bildungsoffener gestaltet wird, anstatt es 1:1 zu übernehmen… im Ausland sind die Ausbildungen weiterbildender und weiterführender als in der BRD

    tw. sogar direkt höherqualifizierender – das ist ein schlechter Witz hier alles….. in DE ist es immer noch nicht Standard, dass das System regulär weiterführend qualifizierend ist….

    das sind keine Leibeigenen von Arbeitgebern, sondern die haben auch ein Recht auf weiterführende Bildungsgänge.

  2. / von Nordisch

    Wenn DE seine Mentalität um die Welt exportiert, hätte ich das nunmal nicht gut gefunden.
    Es gibt ja nicht nur einen negativen Liberalismus, sondern
    Auch einen positiven bürgerlichen Libralismus. Der besteht anderswo auch aus Bildungsfreiheit, Berufswahlfreiheit und
    Gewerbefreiheit… ich finde das nicht gut, ein viel älteres System zu exportieren, dass diese Freiheiten beschränkt,
    das hätt mich nicht ruhig schlafen lassen.
    Zitate von Universitäten anderswo „there are no barriers, to become self-employed“ (NZ)
    “the 21st century is the century of teamwork, not hierarchy” (AU)
    Ich möchte nicht, dass die deutsche Mentalität der Berufswahlbeschränkung exportiert wird
    und dass das anderswo eingeengt wird…auch mal wählen zu können.
    Wo es doch jetzt offen steht… lass doch die Kultur anderswo , wie sie ist..
    Andere Länder, andere Bildungskulturen – wir wollen hier nicht losziehen und anderswo Wahlfreiheit beschränken ….
    in dem wir sie auf einem einzigen einmalig zu wählenden Beruf und nur eine einzige eventuelle Fortbildung festlegen
    für nur eine Firma , das würd mich unruhig machen, wenn das so 1:1 übernommen werden würde….ich erwarte gar nicht, dass ihr das
    versteht als Deutsche…aber das System bei Euch ist irgendwie einengender… überall ist was verboten.
    Das heißt nicht, dass andere Systeme nicht auch ihre Schwächen haben, aber….
    Ich find das nicht gut, wenn man das Menschenbild exportiert, dass Menschen nur eine Sache/nur einen Beruf erlernen dürfen…und dann nichts anderes mehr..
    In DE gibt es immer noch Berufe, da müsste ein Quereinsteiger bis zu 8 ! Jahre (davon mind. 3 oder 5 Jahre einschlägig arbeiten) und nur dann dürfte er in diese Fortbildung rüberspringen…. In anderen Ländern ist das private, individuelle Bildungsentscheidung, und wenn einer meint, er will sich als nächstes mit Steuern weiterqualifizierend fortbilden, dann ist das SEINE Bildungsentscheidung , niemand mischt sich da ein…und der muss dann auch nicht wieder bei 0 anfangen (wieder duale Ausbildung suchen wie hier). Das sind Kammerregulierungen hier… anderswo ist das deren EIGENE freie Entscheidung , da hat sich keiner einzumischen, ob, wo, wann und was ein Bürger als nächstes lernen will…. Das muss ER doch selber wissen… in DE wird das verboten! Ein Abiturient muss ja auch nicht jahrelang erst irgendwo einschlägig arbeiten, bevor der sich fort/weiterbilden darf, wieso die sog. „beruflich Qualifizierten“ ,bei denen soll das zulässig sein, denen vorzuschreiben, wann sie was lernen dürfen und was nicht? Wenn DAS exportiert wird, kann Ich nicht ruhig schlafen! Nicht anderswo die Bildungskultur unflexibel machen. Wie soll in DE jemand, der Probleme am Arbeitsmarkt mit Erstausbildung hat, sich daran anpassen und zum Bsp leicht woanders rüberwechhseln, wenn er gar nicht an andere Lernprogramme herankommt? Das ist in DE doch immer noch so zum Teil, zumindest bei den „beruflichen“ Kursen, früher durften „beruflich Qualifizierte“ damit ja gar nichts Neues lernen. Die hingen fest.

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